Entfaltung

Wäre es nicht schön, die inneren Räume, zu denen du (vielleicht) mit Hilfe der Übungen vorgedrungen bist, auch in deinem Alltag zu beleben? Sie einzurichten, zu pflegen und zu bewohnen? Wäre es nicht schön, wenn die Seele immer einen Platz in deinem Leben einnehmen könnte — nicht so dominant wie während der Zeit der Rituale, des Atmens und Tönen und während der Phantasiereisen, sondern als eine im Hintergrund wirkende Kraft, die du gut kennst und auf die du dich verlassen kannst? Wäre es nicht schön, wenn du in Konflikt- und Stresssituationen, ganz einfach Kontakt zu diesem Schatz in dir aufnehmen und so viel stärker und gelassener durch dein Leben gehen könntest?

Dies ist der vorerst letzte Beitrag dieses Blogs, der mich nicht ganz dorthin geführt hat, wo ich hinzugehen geglaubt hatte. Das hängt damit zusammen, dass ich während der vergangenen drei Monate (nicht nur aufgrund des Blogs) in intensiven Austausch mit meiner Seele getreten bin, so dass ich mich im Alltag und auch in den Beiträgen hier zunehmend auf sie fokussiert habe. Das im ersten Absatz Beschriebene gelingt mir nicht immer, aber ich weiß, dass der Schlüssel zu meiner inneren Zufriedenheit, der Schlüssel zu Kraft, zur Abwesenheit von Schmerzen und zu mehr Gesundheit darin liegt, dass ich meiner Seele mehr Raum gebe. Dass ich ihr erlaube, sich auszubreiten. Dass ich meiner Seele die Freiheit gebe, lauter zu werden und sich auszudrücken. Ich sehe sie vor mir wie eine Blüte, die sich entfalten darf, zu voller Größe, wunderschön, von intensiver Farbe und duftend.

In den letzten Wochen haben mich innere Bilder begleitet, teilweise stark bewegt, auch beunruhigt. Gestern habe ich einige dieser inneren Bilder gezeichnet.  Auch der kreative Ausdruck ist ein Weg der Seele Raum zu geben.

Ich möchte dich ermutigen, auf deine Seele zu hören, immer wieder den Austausch mit ihr zu suchen, deinen inneren Bildern Raum zu geben, der Dunkelheit und den „Höllenhunden“ in dir ebenso wie dem Licht und den Engeln:

höllenhunde              wüste wolfengel

Wenn du deine Seele feiern willst, ist die nahende Mittsommernacht, also der 21. Juni, die Sommersonnenwende, eine gute Gelegenheit. Sie ist eine magische Zeit für Wünsche. Geh an den nächsten Fluss (oder ans Meer, an einen See oder Bach) und singe für dich. Wirf eine Blume (der Tradition nach eine Rose) mit einem Kuss hinein, die deinen Wunsch ans Ziel bringt. Es ist eine Botschaft an die kosmische Mutter, dass sie dir (ihrer Tochter oder ihrem Sohn) auf den Wassern etwas schicken möge.

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15 Kommentare zu „Entfaltung

  1. Hat dies auf Mia.Nachtschreiberin. rebloggt und kommentierte:
    Liebe Fe,
    ich werde sie vermissen, deine Beiträge, die mich jedes Mal auf eine so spannende Reise mitgenommen haben; ich weiß nicht, ob mein Dialog mit meiner Seele so intensiv ist wie der, den du beschreibst, aber er hat sich auf eine achtsame Weise weiter verändert und afür bin ich dir mit deinen HInweisen zutiefst dankbar! Danke …
    Was für kraftvolle Bilder, sowohl in den dunklen als auch in den hellen Farben, beides gehört zusammen und entwickelt seine Kraft auch nur so …
    Ich werde zur Sommersonnenwende ans Wasser fahren, wohin weiß ich noch nicht, aber ich werde es dann wissen und einen großen Wunsch auf die Reise schicken,
    liebe Grüße und einen schönen freien Sonntag,
    Mia

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    1. Liebe Mia,
      hab herzlichen Dank für deine Blogbegleitung — mir wird sicher auch etwas fehlen, aber erst mal bin ich froh, hier aus der Pflicht zu sein 😉
      Ich wünsche dir eine beglückende Fahrt ans Wasser!
      Bis in ein paar Tagen in Berlin, Fe.

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  2. Liebe Fe,
    ich habe Deine Beiträge immer mit Interesse gelesen, die letzten Male aber nicht kommentiert, weil ich das, was ich zu sagen gehabt hätte, dem Thema nicht angemessen fand. Ich bin versucht zu sagen: Meine Verbindung zu meiner Seele ist eine eher äußerliche. Das trifft es aber nicht wirklich, denn ich stehe in Kontakt mit meinem inneren Räumen. Vielleicht trifft die Beschreibung „verkopft“ es besser. Angestoßen durch einen Deiner Posts geht mir die Erinnerung an einen aufwühlenden Theaterabend am Frankfurter Schauspiel in den 80ern nicht mehr aus dem Kopf. Elisabeth Trissenar spielte Iphigenie auf Tauris von Goethe und sie stand am Bühnenrand an einer Wasserpfütze und deklamierte “ das Land der Griechen mit der Seele suchend“ http://gutenberg.spiegel.de/buch/iphigenie-auf-tauris-3620/2. Ich hatte Gänsehaut und es trieb mir die Tränen in die Augen. Dieses Suchen mit der Seele, das traf mich so tief ins Innerste. Und da musste ich jetzt bei Deinen Beiträgen immer wieder daran denken. Ich denke immer wieder daran, was denn “ mein“ Land der Griechen ist. Diese Heimat tief in mir drinnen. Heute habe ich sicher mehr Ahnung davon, als vor über dreissig Jahren und das macht mich froh. Aber suchend bin ich immer noch. Danke für diese Anregung den Blick auch noch mal nach hinten zu richten.
    Am 21.06 zur Sommersonnenwende bin ich mit meiner Schreibgruppe zum Sonnenuntergang am Niddaufer in Frankfurt-Bonames verabredet. Ich werde Deine Anregung eine Blume mit einem Kuss und einem Wunsch dem Wasser zu übergeben gern aufnehmen und weitergeben.
    Deine Bilder finde ich ganz phantastisch.
    Herzliche Grüße bis nächste Woche in Berlin
    Anne

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    1. Liebe Anne,
      schon zuvor (bin mir jetzt nicht sicher: auch hier, auf jeden Fall aber in einem anderen Blog) habe ich einen Kommentar zu früheren Leben von dir gelesen, zu einer Gegend in der du dich so heimisch fühlst, als würdest du sie aus einem anderen Leben kennen. Nun schreibst du, dein Zugang zu deiner Seele sei „verkopft“, und dann schreibst du wiederum von den Tränen und der emotionalen Aufwühlung durch eine Inszenierung, die du vor 30 Jahren gesehen hast.
      Also, nach allem, was ich so mitbekommen habe, machst du mir den Eindruck, als hättest du einen ungemein intuitiven, direkt und emotionalen Zugang zu deiner Seele. Ist es vielleicht eher so, dass dir die Esoterik suspekt oder unsympathisch ist und du daher den verkopften Zugang bevorzugst?
      Liebe Anne, ich danke auch dir für deine tollen Kommentare und deine treue Begleitung während der letzten 12 Wochen — es war schön mit dir 🙂
      Fe.

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      1. Liebe Fe,
        da hast Du glaub ich ziemlich ins Schwarze getroffen, nicht mit „unsympathisch“ aber ganz sicher mit „suspekt“. Da bin ich noch dabei den ganzen verkopften Schutt aus meiner Erziehung beiseite zu räumen und meine Erkenntnis über das was mich ausmacht und wie ich an mich herangekommen bin, einfach strahlen zu lassen. Danke für Deine Unterstützung auf diesem Weg.
        Herzliche Grüße
        Anne

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  3. Liebe Fe,
    ja, zu sich finden, zu seiner Seele finden, ist wohl das Geheimnis eines geglückten Lebens. Viele wollen (?) uns dabei stören und vom Weg abbringen. Die Kunst wird sein, unbeirrt zu bleiben. Deine Bilder gefallen mir sehr und der Engel ist wahrlich ein kraftvoller Schutzengel.
    Ich werde vermutlich an Sonnwend kein Ritual zelebrieren, sondern zuhause bleiben, da in jedem der mich umgehenden Dörfer die Burschen-vereine „Sonnwendfeuer“ inszenieren und das schaue ich mir inzwischen nicht mehr an. Dort erschrickt meine Seele eher und fürchtet sich vor soviel alkoholisierten Menschen.
    Herzliche Grüße
    Susi

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  4. Liebe Susi,
    schade, dass die lauten Feierer deine Seele so vergraulen an einem solch schönen Abend. Du kannst dieses kleine Ritual am Wasser aber auch während des Tages vollziehen, oder auch in den Tagen/an den den Abenden bis zum 24.6.
    Deine Fe.

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  5. Liebe Fe, vielen lieben Dank für die tiefen und inspirierenden Eniblicke, die du uns in den letzten Wochen geschenkt hast. Dein Abschlusspost ist ein visuelles Highlight. Die Bilder sind wunderschön, aufwühlend, berührend. Schön finde ich auch, dass dein blog mit einem hoffnungsvollen Post für’s erste abschließt. Freiheit für die Seele!
    lg. mo…

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  6. Liebe Fe,
    vielen Dank für diese ehrlichen und berührenden Einblicke, die du mir (uns) in deine Seelenreise gewährt hast! Ich habe immer wichtige Impulse aus deinen Texten mitgenommen. Beim Rückblick überkommt mich aber irgendwie ein Gefühl von Enttäuschung von mir selbst, dass es mir bisher nicht gelingen will, mich mit dem nötigen Vertrauen in die Übungen fallen zu lassen.

    Ich freue mich für dich, dass du mit dem Malen so einen intensiven und kraftvollen Ausdruck für deine Zwiesprache mit deiner Seele gefunden hast!

    Dein Blumenbild passend zum Titel „Entfaltung“ berührt mich sehr und lässt mich an meine eigene Blumen-Aktion vom Montag denken (bisher sehe ich auf dem Boden noch kein Leben hervorsprießen) – aber ich hoffe (entgegen der ewigen Skepsis in meinem Kopf), dass sich so manche Samen mit Geduld und unsichtbarer Nahrung entfalten und zu etwas Schönem entwickeln können.

    Vielen Dank für deinen bereichernden Blog!

    Herzliche Grüße und sei umarmt
    Ulrike

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  7. Liebe Ulrike,
    hab vielen Dank für deinen Kommentar, der mich sehr rührt, und für die treue Begleitung während der vergangenen drei Monate.
    Nimm es dir nicht zu sehr zu Herzen, dass dir das Ein- und Fallenlassen nicht so gelungen ist, wie du es dir gewünscht hättest. Es geht mir ja nicht anders. Es hätte immer mehr oder besser oder konzentrierter oder ehrlicher oder offener oder was weiß ich nicht alles, sein können. Es ist einfach wahnsinnig schwierig, besonders in der Gesellschaft, in der wir groß geworden sind und leben. Und: mit Hilfe oder zu mehreren geht es einfacher. Ich hatte ja jetzt die Begleitung durch meine Klangtherapeutin Monika. Früher war ich in der Hexenschule.. Allein zu Hause, einfach aus sich selbst heraus anzufangen, ohne jedes Hilfsmittel, ohne leibhaftige Anleitung, ist sehr schwierig. Ich bin mir sicher, dass wenn du offen bist für diese Art von Umgang mit die und der Welt, dass du dann auch allmählich die Türen finden wirst.
    Bis später an der ASH,
    deine Fe.

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