Ritual für die Selbstliebe

Die letzten Wochen waren anstrengend: nicht nur hier im Blog Thematisiertes wog schwer und drückte auf mein Gemüt. Generell habe ich das Gefühl einen Wald zu durchwandern, der ziemlich dunkel ist, und nie weiß ich, was hinter dem nächsten Baum lauert.

Dabei hatte ich mir so vieles vorgenommen: endlich wieder zu malen, ein Seelentagebuch zu schreiben, die Nähmaschine hervorzuholen. Getan habe ich davon nichts. Kommt dir das bekannt vor? Wie all die guten Vorsätze im Alltag aufgerieben werden, und am Abend endet man vor irgendeinem Bildschirm.

Der ideale Zeitpunkt also für ein Ritual, bei dem es um nichts geht als um dich. Um die Liebe zu dir selbst. Der Mond ist zunehmend bis zum 9.6.17 – es spricht also alles dafür.

Zieh dich an deinen Ort zurück. Der Ort, an dem du ganz für dich sein kannst.

Habe ich den magischen Altar erwähnt?

Solltest du dich auch weiterhin auf diese Weise um dich selbst kümmern wollen, wäre es gut, dir einen Altar einzurichten. Er muss gar nicht groß sein, kann auch einfach ein Nachttisch sein oder eine geschmückte Kiste.

Du kannst dir zuvor folgendes zusammenmischen/zurechtlegen:

  • Selbstliebesölmischung: du nimmst als Grundlagenöl geruchsneutrales Öl wie Jojobaöl oder Mandelöl und setzt ein paar Tropfen reines ätherisches Zitronen-, Orangen-, Kiefern- und Rosenöl zu. Damit massierst du deinen Körper ein. Du kannst das ganze auch als Auraspray herstellen. Dazu brauchst du eine kleine (50 oder 100 ml) Sprühflasche und mischst das ätherische Öl einfach in Wasser.
  • eine oder mehrere rosafarbene Kerzen
  • Räuchermischung: 1TL Mistel, 1TL Eisenkraut, 1TL Weihrauch, 1TL Basilikum, 1 TL Orangenblüten, alles im Mörser zerreiben, dann 1TL Rosen hinzugeben und ebenfalls kleinreiben
  • schmücke den Altar mit Rosenblättern oder mit Rosen, mit Perlen oder trag deine Perlenkette
  • du kannst dir auch einen Puder mischen: als Grundlage neutralen Puder, den du mit etwas Zimt, Vanille und Glitzer verschmischst

Damit das Ritual kraftvoller wirken kann, solltest du zuvor eine Reinigungszeremonie vollziehen:

Stelle auf deinen Altar eine Schale mit Salz, eine Schale mit Wasser, ein Räuchergefäß und eine Feder. Diese Dinge stehen für die vier Elemente (Salz = Erde, Wasser , Feder  = Luft, Räucherwerk = Feuer).

Nimm die Schale mit Wasser, gehe mit ihr im Uhrzeigersinn und sprich dabei: Ich ehre diesen Ort und das Wasser und ziehe einen Schutzkreis um mich herum.

Nimm die Schale mit Salz, gehe mit ihr im Uhrzeigersinn, verteile dabei ein wenig Salz und sprich: Ich ehre diesen Ort und das Element Erde und ziehe einen Schutzkreis um mich herum.

Streue nun etwas Salz ins Wasser, nimm die Feder und sprenge einige Tropfen Salzwasser auf den Altar. Ziehe so mit der Feder einen Kreis um dich herum: Ich ziehe einen Schutzkreis aus Wasser, Erde, Luft um mich, gereinigt sei dieser Ort.

Dann fülle das Räucherwerk in dein Räuchergefäß und sprich: Mit Feuer ziehe ich einen Kreis und reinige diesen Ort.

Nun kann dein Ritual beginnen.

Zünde das Räucherwerk und die Kerze(n) an.

Schließ die Augen und stell dir folgendes vor (oder natürlich etwas völlig anderes):

Jemand sieht dich in einer ganz alltäglichen Situation voller Liebe und Bewunderung an und sagt dir, was alle an dir wirklich mögen. Nun stell dir weiter vor, es kommen noch ein paar andere hinzu, die auch davon überzeugt sind, dass du ein wahrhaft großartiger Mensch bist. Lass es einfach zu, lass es geschehen, auch wenn es dich verlegen macht. Sieh, wie immer mehr Menschen herbeieilen und dich bewundern. Aus ihren Augen spricht tiefe Liebe und Hochachtung. Stell dir vor, du bist bei einer Parade oder auf einer Bühne und Menschenmassen, die dich alle lieben und verehren, jubeln dir zu und klatschen. Höre den Applaus in deinen Ohren klingen. Steh auf, verbeuge dich und danke ihnen für ihre Unterstützung und Zuneigung.

(aus: Shakti Gawain: Kreativ visualisieren)

Übrigens sage ich mir in den letzten Wochen immer und immer wieder: Ich nehme niemandem etwas weg, wenn es mir gut geht. Im Gegenteil: je besser es mir geht, desto besser geht es den Menschen um mich herum und desto mehr Positives kann ich in die Welt tragen.

Hier noch eine gute Seite über Rituale: http://www.zauberschatulle.de/esoterik/rituale/rituale_detail.html

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10 Kommentare zu „Ritual für die Selbstliebe

  1. Liebe Fe.,
    obwohl ich jetzt nicht räuchere oder einen Altar baue, habe ich deinen Beitrag zum Anstoss genommen, mir etwas gutes zu tun, nämlich eine Stunde einfach nur im Garten unterm Baum liegen. Als ich reinging, habe ich mir noch drei duftende Rosen geschnitten, die jetzt hier am Schreibtisch stehen. Bald werde ich hoffentlich den Rechner ausschalten und mich mit Buch und Katze hinkuscheln. Das ist natürlich nicht das gleiche wie die von dir beschriebene Visualisierung. Aber einfach mal sagen, da bleibt jetzt was liegen, weil ich wichtiger bin, das tu ich viel zu selten. Danke, dass du mich daran erinnert hast!
    Bis Freitag, Amy!

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Amy, hoffentlich wirkt es noch nach — ist ja eine Weile her inzwischen und ich stellte betroffen fest, wie schnell die guten Vorsätze und die Bewusstheit mit und ohne Ritual in meinem Alltag wieder in Vergessenheit geraten sind. Das jetzt wieder zu lesen, ist auch für mich eine Erinnerung.
      Herzlich, Fe.

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Fe,
    ein Satz springt mich richtig an: Ich nehme niemandem etwas weg, wenn es mir gut geht. Diesen Satz sollte ich mir in Großbuchstaben an den Spiegel im Bad stecken. Wenn es mir gut geht, dann erwarte ich eigentlich immer hinter der nächsten Ecke die Katastrophe, statt es einfach zu genießen. Danke für diesen Anstoß.
    Liebe Grüße
    Anne

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    1. Liebe Anne,
      wer hat das eigentlich in uns einprogrammiert, dass es uns nicht gut gehen darf? Und manchmal frage ich mich, ob das eigentlich in diesem Ausmaß und in dieser Ausprägung ein eher weibliches Problem ist?!
      LG, Fe.

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  3. Hat dies auf Mia.Nachtschreiberin. rebloggt und kommentierte:
    Liebe Fe,
    an der Stelle in deinem Blog, bezüglich des zunehmenden Mondes habe ich sofort an das Bild gedacht, das ich bei Tumblr entdeckt habe und irgendwie passte es für mein Gefühl:
    http://www.wenn-leben-erzaehlt.de/wp-content/uploads/2017/05/8d84c945-68c9-4ad8-ba13-2d68633bced8.jpg.
    Mir gefällt die Vorstellung, dass wir das, was wir in unserem Leben nähren, auch in unserem Leben haben und, dass wir, selbst wenn es anstrengend ist, ich bin so froh, dass ich morgen mal ordentlich ausschlafen kann, wir, wenn unsere Seele bereit ist, genau dahin gelangen, wohiin wir kommen wollen. Nicht immer so, wie wir uns das denken, auf den ersten Blick und zumeist genau dahin, wohin wir wirklich wollen, auf den zweiten Blick dahinter…
    Danke dir für dieses wunderschöne und so nährende Ritual,
    liebe Grüße in die Nacht,
    Mia

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    1. Liebe Sabine, danke für dein kontinuierliches Mitlesen hier 🙂
      Ich habe in den letzten Tagen ein interessantes Buch gelesen (bzw. sogar einige von derselben Autorin); sehr faszinierende Lektüre und wiederum passend zu dem, was du oben schreibst: Varda Hansemann, Archetypen der Seele: http://www.septana.de
      Sei lieb gegrüßt
      Fe.

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  4. Liebe Fe,

    danke, dass Du uns daran erinnerst, gut zu uns selbst zu sein und und selbst mit Liebe zu begegnen. Die kreative Visualisierung finde ich sehr schön. Schon beim Lesen habe ich deren Wirkung gespürt…
    lg. mo…

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    1. Liebe Mo…,
      jetzt, wo ich eure Kommentare lese, fällt mir auf, wie man die Selbstliebe kontinuierlich pflegen und sich um sich selbst bewusst kümmern muss — sonst geht das nämlich alles ganz schnell wieder den Bach herunter: das habe ich in den letzten Tagen mal wieder am eigenen Leib erfahren :((
      LG, Fe.

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  5. Liebe Fe,
    ich bin fasziniert von den Ritualen, die Du beschreibst und ich habe große Lust, sie auszuprobieren. Im August habe ich mindestens zwei Wochen Urlaub und mache keine große Reise, da wäre Zeit, einmal Deine Räuchermischung zu mixen. Da mir schon bei Deiner Anleitung die Vorstellung, dass mich Leute bewundernd anblicken, peinlich ist, wird es interessant, wie es mir bei der Durchführung geht. Werde ich mich freuen?
    Herzlichst
    Susi

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  6. Liebe Susi, das freut mich riesig, dass du deinen Urlaub als Gelegenheit nehmen wirst, eine innere Reise anzutreten und dass ich dir mit den Ritualen Impulse geben kann, sie zu gestalten!
    Liebe Grüße, Fe.

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