War da noch was? Vielleicht sogar ein Leben?

Verbindung aufnehmen. Zum Göttlichen.

Das impliziert: Dass alles einen Sinn hat. Dass dieses Leben nur ein winziger Schritt ist. Dass davor etwas war und danach etwas kommt.

Und immer wieder die Zweifel:

Wie kannst du glauben? Wie kannst du es wagen?

Bei all dem Leid und Unglück, bei der Ungerechtigkeit und Gewalt im Kleinen und im Großen, trotz der Folter und Kriege und trotz der unglücklichen, leidenden, hungernden, missbrauchten und sterbenden Kinder?

Glaube ich nur, um mein eigenes Leben ertragen zu können?

Wenn da nicht die Bilder wären.

Erinnerungen, die nichts zu tun haben mit dem Menschen, dessen Leben ich jetzt führe. Weil sie viel weiter zurückreichen.  In längst vergangene Zeiten und frühere Leben:

Die Burg und der Blick nach draußen, übers Land, das Warten auf die, die nicht wiederkamen, und später das Feuer, die Krähen und ihr Geschrei, aber auch der Adler und seine Schwingen, das Feuer und mit ihm das Wissen, dass keine Flucht mehr möglich war.

Oder:

Die Küche und die Stille, der Weg zum Hotel, und das Warten, als du nicht mehr zu den Treffen erschienst, die Lefzen der Hunde (was machen die so nah an meinem Gesicht?) und ihr Bellen, jede Nacht, bis die Männer kamen und mich holten.

Welche Bilder kommen dir in der Stille?

Das Leid, durch das die Menschen gehen, durch das du gehst oder gegangen bist.

Ist das der Läuterungsprozess der Seelen?

Wenn da nicht die Abgründe und die Gewissheit wären.

In die ich viel tiefer falle als in alles, wovon meine Erinnerungen, mein Wissen und mein Glaube auch nur ahnen.

Wenn da nicht das Licht wäre.

Das viel heller leuchtet. Mich umstrahlt und wärmt und verbindet. Manchmal reicht es schon die Augen zu schließen.

Und das Licht ist da. Und mit ihm die Verbindung.

An das Göttliche zu glauben, impliziert, keine Antworten zu haben auf die letzten Fragen. Den Sinn nicht erschließen zu können, weil es um etwas geht, das sich mit Erklärungen nicht verstehen und nicht in Worte fassen lässt. Das aushalten können.

Ganz leicht lassen sich diese Erfahrungen auf der Klangliege machen. Für die Zeit hier ist alles gut. Und danach fällt alles leichter. Weil die Verbindung da ist. Weil ich weiß: Es ist nur mein Körper, nur dieser Körper, es ist nur dieses Leben. Meine Seele kann heil werden:

https://www.youtube.com/watch?v=2mrxbdRByLs

Die Töne übertragen sich auf den Körper; man spürt das Vibrieren, während sich Glück, Ruhe und faszinierende innere Bilder, die einen auf unvorstellbare Reisen mitnehmen, einstellen. Für mich fühlt es sich an wie ein bisschen Nachhilfe, wenn es mir nicht gelingen will, innerlich weiterzukommen und den Kontakt zum Göttlichen herzustellen.

http://www.ratgeber-wellness.com/Anwendungen/Klangliege.htm

Auch möchte ich weiter das Atmen und Tönen empfehlen. Bei jedem Ton erspürst du einen Teil deines Körpers als Raum, du atmest dorthin aus und schickst den Ton dorthin. Versuch die Farbe des Raumes zu sehen. Das mache ich täglich etwa zehn Minuten. Das Licht hat sich enorm geändert. Beim ersten Mal war der Bereich meiner Brust und meiner Beine schwarz, wie verbrannt, verkohlt. Im Kopf hingegen war helles, weißes Licht, ebenfalls in den Fingern. Das Becken war leuchtend grün. Die große Überraschung war, wie das Licht im Laufe der Tage immer andere Farben angenommen hat. Wie es mir auch gelungen ist, mittels positiver Suggestionen helles Licht in meinen Brustbereich zu schicken; dieser Raum hat daraufhin von selbst seine Farbe geändert, scheinbar ohne mein Zutun.

Vielleicht hast du Lust bekommen auf mehr, auf eine Reise. Darauf dir selbst in einem deiner früheren Leben zu begegnen.

Dafür sorgst du wie üblich für Ruhe.

Als Einatmer liegst du auf dem Rücken, als Ausatmer auf dem Bauch, den Kopf nach rechts.

Als Einatmer atmest du aktiv ein, machst eine Pause und lässt das Ausatmen einfach geschehen, als Ausatmer atmest du aktiv aus, machst eine Pause und lässt das Einatmen einfach geschehen.

Versuche die Energie in deinem Körper beim Ein- bzw. Ausatmen zu spüren.

Schließ die Augen.

Versuche nun Verbindung zu einem deiner Krafttiere aufzunehmen.

Lass dir Zeit.

Bitte dein Krafttier, dir bei der anstehenden Reise beizustehen, dich zu unterstützen und zu beschützen.

Stell dir nun vor, dass du vor einem Fahrstuhl stehst und drücke den Knopf, um den Fahrstuhl zu holen.

Die Tür des Aufzugs öffnet sich.

Du wirst nun 10 Stockwerke in die Tiefe hinabfahren. Dafür hält der Aufzug in jedem Stockwerk. Versuche dir die Zahl der jeweiligen Etage leuchtend rot im Aufzug vorzustellen.

Bist du bei der O angekommen, sieh die Aufzugstür vor dir sich öffnen.

Du trittst aus dem Aufzug ins Unbekannte.

Sieh dich um. Was ist dort? Eine Straße, sind dort Häuser, Autos? Siehst du einen Platz? Eine Landschaft, wenn ja, was für eine? Eine Wiese, einen Wald, einen Strand? Oder trittst du in eine Wohnung, in eine Höhle, in ein Schloss, eine Hütte?

Wer ist dort? Ist es einsam oder ist dort ein anderer Menschen oder sind dort viele Menschen? Was tun sie? Was tust du? Kennst du sie oder sind es Fremde? Welche Beziehung hast du zu ihnen? Gehst du weiter oder sprichst du mit ihnen? Setzt du dich hin, tanzt, arbeitest du?

Lass dich einfach lenken, von deinen eigenen Schritten. Sie wissen, wohin sie dich bringen wollen. Verlass dich auf sie, auf dein Unbewusstes. Hab Vertrauen. Gib dich hin.

Sollte irgendetwas passieren, was dich bedroht, ist dein Krafttier bei dir, um Hilfe und Schutz zu bieten. Du kannst auch eins werden mit ihm und so die Situation meistern.

Die Reise wird wahrscheinlich zehn bis zwanzig Minuten dauern.

Dann gehst du zurück zum Aufzug.

Drücke den Knopf und steige hinein, sobald sich die Tür öffnet. Siehe nun, wie in jedem Stockwerk eine leuchtend rote Zahl erscheint.

Bist du bei 10, so öffnet sich die Aufzugstür und du verlässt den Aufzug.

Atme ein und aus.

Spüre deinen Körper. Spüre die Räume in deinem Körper. Sieh ihre Farben.

Öffne die Augen.

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10 Kommentare zu „War da noch was? Vielleicht sogar ein Leben?

  1. Liebe Fe,
    wow, erstmal tief durchatmen und all die Empfindungen sortieren, die bei mir beim Sehen, Lesen und Fühlen deines Blogbeitrages entstanden sind: Das Foto mag ich total gerne, die dunkle Säule, der Schatten der Brücke, das Geländer und das (Sonnen/Tages-)Licht und dann das Plakat …genial platziert und was für ein Schreibimpuls, da bin ich schon das erste Mal hängengeblieben …
    Klangmassagen habe ich eine zeitlang gemacht, kenne die Erfahrungen, die du beschreibst, nicht in der Intensität, aber in dem Sehen und Empfinden von Räumen in meinem Körper mit Farben und Melodien, die mir immer neu und anders und besonders und und und erschienen … das Gefühl danach, banale Alltagsdinge nicht tun zu können, bzw. von dem Körpergefühl quasi zurückzukommen, fand ich auch immer sher schwierig und habe es, wenn möglich so gelegt, dass ich direkt danach noch eine Runde im Wald spazieren gehen konnte, da hatte ich das Gefühl, mir mein Gefühl länger bewahrn ezu können, obwohl es natürlich immer bei uns ist, eben nicht so wahrnehmbar …
    Danke für diese kleine Reise zu uns,
    Mia

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  2. Liebe Fe,
    sehr eindrücklich beschreibst Du Deine Reise ins Selbst. Die Farbpalette, die Du beim Tönen in Dir trägst hatte ich bildich vor Augen.
    Ich bin schon beim 1. Satz hängen geblieben: „Verbindung aufnehmen. Zum Göttlichen.“ Für mich ist das keine Flucht, sondern die eigentliche Kraftquelle, das echte, intensive Leben, realer als das Leben um mich herum. Aber natürlich nicht greifbar mit unseren menschlichen Sinnen. Deine Erinnerungen oder inneren Bilder werden von etwas genährt – woher auch immer.
    Mit Tönen habe ich in der Gruppe schon sehr schöne Erfahrungen gemacht. Gemeinsam in einem Klangraum sein. Geteilte Wirklichkeit, die über mich hinausweist.
    Einen „Klangsessel“ habe ich auf der Palliativstation bei meiner Mutter gesehen, leider konnte ich ihn nicht live ausprobieren. Ich wäre gespannt auf eine Klangtherapie, ich könnte mir vorstellen, dass ich das mag und etwas bei mir passiert.
    Danke für Deine Einblicke dahinter!
    Liebe Grüße
    C.

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    1. Liebe Christiane,
      vielen Dank für deine Antwort und das Teilen deiner interessanten Erfahrungen und Gedanken.
      Die Verbindung mit dem Göttlichen als das eigentliche Leben zu empfinden, spricht für sich.
      Das Eintauchen in einen gemeinsamen Klangraum kann ich mir gut als bereichernde und stärkende Erfahrung vorstellen. Ja, die Klangtherapie kann ich wirklich empfehlen. Ich habe so etwas vorher noch nie erlebt — obwohl ich während der letzten Sitzung in sehr traurige, verdrängte Erlebnisse zurückgekehrt bin, waren andere Sitzungen reine und erhebende Glückserfahrungen. Du musst das unbedingt ausprobieren :))
      Deine Fe.

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  3. Liebe Fe,
    vielen Dank, dass du mit deinen Worte eine Tür in andere Welten und Möglichkeiten öffnest!
    Eine Klangtherapie als Begleiter zur Heilung spricht mich sehr an. Auch das Imaginieren und Spüren des eigenen Körpers mit Licht und Farben gefällt mir sehr.

    Herzlichen Dank und Grüße
    Ulrike

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  4. Liebe Fe
    Ich bin beeindruckt, wie offen Du schreibst. Das ist sehr berührend. Selbst sehe ich das Göttliche eher im Menschen und seiner eigenen Schöpfungskraft. Aber mir gefällt sehr gut, wie Du schreibst: An das Göttliche zu glauben, impliziert, keine Antworten zu haben auf die letzten Fragen.
    Das finde ich sehr zutreffend, weil es zur Sprache bringt, dass das Göttliche nicht mit Religion zu tun haben muss oder mit einer Wahrheit, die sich (nur) denen offenbar, die glauben. Und es bedeutet, dass es eben auch darum geht, ertragen zu lernen, dass Antworten nicht immer bereit liegen.
    Herzlich, Urs

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  5. Liebe Susi,
    die Klangtherapie ist auch für mich noch eine relativ neue Erfahrung, und sie führt dazu, dass man — wenn man regelmäßig bespielt wird — selbst anders schwingt. Ich kann dir wirklich empfehlen, das einmal auszuprobieren, wobei du vielleicht zuvor entscheiden solltest, ob du eine Klangmassage oder eine Klangtherapie suchst. Ich nehme an, dass die Begriffe nicht geschützt sind, aber es gibt im Anspruch wohl doch einen Unterschied.
    Herzlich, Fe.

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